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Konzept

Ist es - Pop?
Ist es - Jazz?
Oder ist vielleicht nicht doch klassische Kirchenmusik?

In der Tat lässt sich die Musik des Projektes die populäre orgel nur schwerlich einer bestehenden musikalischen Kategorie zuordnen. Als 2009 das Projekt gestartet wurde, lag die Idee zugrunde, aus drei Komponenten etwas völlig Neuartiges zu erschaffen:

1. Choralmelodien als Grundlage
2. Elemente der Popularmusik und des Jazz
3. Elemente der klassischen Orgelmusik

Das breite Spektrum der Popularmusik bietet eine schier unerschöpfliche Vielfalt unterschiedlichster Stile; sei es z.B. der Swing, die Pop-Ballade, der Rock, diverse Spielarten elektronischer Musik etc. Andererseits existiert eine wunderbar gewachsene Tradition von Orgelkompositionen, welche die spezifische Klangcharakteristik der Orgel auf den Punkt zur Geltung bringen. In diesem Projekt treffen beide Welten aufeinander: Pop-Rhythmik trifft Orgelsinfonik, Jazz-Harmonik trifft Fuge. Dem zu Grunde liegen Choralmelodien: das Resultat ist Soli Deo Gloria, also zur Ehre Gottes.

Bei der Auswahl der popularmusikalischen Elemente wurden vermehrt Merkmale der elektronischen Popularmusik berüsichtigt. Dietmar Korthals' Bruder Dash ist ein angesehener Drum&Bass-DJ, mit dem er bereits gemeinsame Projekte mit Orgel und DJ umgesetzt hatte. Es erscheint deshalb konsequent, dass die gesammelten Erfahrungen in die Kompositionen mit einfließen.

Die einzelnen Titel sollen nicht nur dazu dienen, dass man einfach ein bisschen Spass hat. Oder aber mit ihnen ohne tieferen Sinn gezeigt werden soll, was man so alles auf der Tastatur treiben kann. Die Titel sind allesamt Deutungen des zu Grunde liegenden Textes. Ein Beispiel: Der Titel Wie Gott mich führt, so will ich geh'n legt als Form die klassische Fuge nahe. Wesentlicher Fugenbestandteil ist der Einsatz der ersten Stimme als Dux (dt.: Führer) und der zweiten Stimme als Comes (dt.: Nachfolger). Zu ...so will ich geh'n passt andererseits ein walking bass aus dem Jazzbereich. Konsequenz: eine Jazz-Fuge.

Es existiert mitterweile eine größere Auswahl an verfügbaren Titeln, sodass ein Konzertprogramm individuell zugeschnitten und auch die Charakteristik der jeweiligen Orgel bei der Titelauswahl berücksichtigt werden kann.

Es ist ein Konzertprogramm, welches nicht nur den Orgelliebhaber, der für ungewohnte Klänge offen ist, begeistert, sondern auch ein entsprechend alternatives Publikum ansprechen kann.

Nur - wie lässt sich nun die eingangs gestellte Frage beantworten? Urteilen Sie selbst. Willkommen beim Experiment.